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Ringelbete Carpaccio mit Grillkäse

  • vor 4 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Rote Bete kennt wohl jeder, aber wie sieht's mit Ringelbete aus? Sie überzeugt mit ihrem mild-süßlichem Geschmack und bietet zusammen mit Grillkäse, etwas Ölen und Kräutern das ideale Sommergericht - egal ob als Vorspeise oder als leichte Hauptmahlzeit. In diesem Beitrag erfährst du mehr über Ringelbete und wie du sie selbst anbauen kannst. Im Anschluss zeige ich dir das Rezept für Ringelbete Carcappcio mit Grillkäse. Viel Spaß beim Stöbern und ausprobieren. Ich freue mich sehr, wenn du deine Kreation auf Instagram postest und mich verlinkst (@issdichstark.bypia)!


Ringelbete Carpaccio auf schwarzem Teller mit gebratenem Feta, Basilikum und Gewürzen auf weißem Hintergrund.

Ringelbete – das gestreifte Sommergemüse

Beim Schlendern über den Wochenmarkt entdeckt man immer häufiger besondere Gemüsesorten, die nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch überraschen. Eine davon ist die Ringelbete. Von außen wirkt sie zunächst eher unscheinbar. Erst beim Aufschneiden zeigt sich ihr einzigartiges Muster aus feinen weißen und pinkfarbenen Ringen.

Dabei ist die Ringelbete keineswegs ein exotisches Trendgemüse, sondern eine alte Sorte der Roten Bete, die sich wunderbar im eigenen Garten anbauen lässt. Geschmacklich erinnert sie an ihre bekannte Verwandte, wird aber häufig als etwas milder, süßer und weniger erdig beschrieben.


Was ist Ringelbete eigentlich?

Die Ringelbete (Beta vulgaris) gehört, genau wie die klassische Rote Bete und die Gelbe Bete, zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Ursprünglich stammen diese Kulturpflanzen von der Wilden Rübe ab, die bereits vor vielen Jahrhunderten im Mittelmeerraum genutzt wurde.

Das Besondere an der Ringelbete ist ihr außergewöhnliches Innenleben: Beim Wachstum entstehen unterschiedlich gefärbte Schichten innerhalb der Knolle, die beim Aufschneiden das typische Ringmuster bilden. Jede Knolle sieht dadurch ein bisschen anders aus und macht sie zu einem echten Hingucker auf dem Teller.

Wie die Rote Bete ist auch die Ringelbete eine zweijährige Pflanze. Im ersten Jahr bildet sie ihre charakteristische Rübe aus, die wir in der Küche verwenden. Erst im zweiten Jahr würde sie blühen und Samen bilden. Soweit lassen es die meisten Hobbygärtner jedoch nicht kommen.


Ringelbete im eigenen Garten anbauen

Ringelbeten sind unkomplizierte Gemüsepflanzen und eignen sich daher auch gut für Gartenanfänger. Sie bevorzugen einen sonnigen Standort mit lockerem, tiefgründigem Boden. Besonders wohl fühlen sie sich in einem nährstoffreichen, humosen Beet, kommen aber auch mit etwas weniger optimalen Bedingungen zurecht.


Die Aussaat kann von Mitte April bis Juni direkt ins Freiland erfolgen. Ziehe dafür etwa 2–3 cm tiefe Rillen mit einem Abstand von ungefähr 25–30 cm. Die Samen werden mit etwa 10 cm Abstand ausgesät, anschließend mit Erde bedeckt, leicht angedrückt und gut angegossen.


Bei Temperaturen um die 8 °C beginnen die Samen zu keimen. Nach etwa 10–14 Tagen zeigen sich die ersten kleinen Pflanzen. In dieser Phase ist es wichtig, die Erde gleichmäßig feucht zu halten, da junge Pflanzen schnell unter Trockenheit leiden.


Hand hält frisch geerntete bunte Bete mit grünen Blättern und Erdresten vor unscharfem Gartenhintergrund.

Ringelbeete im Topf anbauen

Auch auf Balkon oder Terrasse kannst du Ringelbeete anbauen. Wichtig ist lediglich ein ausreichend tiefer Topf (mindestens etwa 5 Liter), damit sich die Rübe gut entwickeln kann. Achte außerdem auf einen guten Wasserablauf und regelmäßiges Gießen, da Erde im Topf schneller austrocknet.


Pflege: Das solltest du beachten

Eine Besonderheit bei der Aussaat: Die Samen der Ringelbete befinden sich häufig in kleinen Samenknäueln. Dadurch wachsen manchmal mehrere Pflänzchen an einer Stelle. Sobald die Pflanzen etwa 4 cm groß sind, solltest du sie vereinzeln und nur die kräftigste Pflanze stehen lassen.


Eine Alternative: Du kannst die kleinen Rüben einfach etwas größer werden lassen und jede zweite Pflanze als sogenannte Baby-Bete ernten. Die übrigen Pflanzen bekommen dadurch mehr Platz zum Weiterwachsen.


Während der gesamten Wachstumszeit solltest du auf eine regelmäßige Wasserversorgung achten, besonders in heißen Sommerperioden. Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt oder anderem organischen Material kann helfen, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und gleichzeitig Unkraut zu reduzieren.


Beim Düngen gilt: Weniger ist oft mehr. Ringelbete kommen meist mit einer guten Kompostgabe vor der Aussaat aus. Eine zu starke Stickstoffdüngung kann hingegen die Qualität der Knollen beeinträchtigen.


Ringelbete ernten und lagern

Wann die Ringelbete erntereif ist, hängt von Sorte, Aussaatzeitpunkt und Wetterbedingungen ab. Kleine Knollen können bereits als zarte Baby-Bete geerntet werden, größere Rüben entwickeln ein intensiveres Muster und mehr Aroma.

Die Haupterntezeit liegt ungefähr zwischen Juli und November. Entferne zur Lagerung das Blattgrün, ohne die Knolle zu verletzen. Kühl und dunkel gelagert kann Ringelbeete mehrere Wochen bis Monate aufbewahrt werden.


Ringelbete richtig zubereiten

Optisch ist die Ringelbete besonders spannend! Damit ihr schönes Muster erhalten bleibt, solltest du sie möglichst schonend verarbeiten. Besonders gut kommt das Ringmuster zur Geltung, wenn du die Knolle quer in dünne Scheiben schneidest. Beim langen Kochen können die Farben etwas verlaufen, weshalb sich für die Präsentation rohe oder nur kurz gegarte Varianten besonders eignen.


Ob als Carpaccio, im Salat, aus dem Ofen oder als Beilage: Ringelbete bringt Farbe und einen mild-süßlichen Geschmack auf den Teller.


Rezept: Ringelbete Carpaccio mit Grillkäse


Zutaten (für 1–2 Portionen)

  • 1 große Knolle Ringelbete

  • 1 Grillkäse

  • 1 TL Chiliöl

  • wenige Tropfen Trüffelöl

  • 1 TL Ahornsirup

  • 1 Prise Chiliflocken

  • 1 Prise Kräuter der Provence

  • frischer Basilikum zum Garnieren


Zubereitung

  1. Die Blätter entfernen und die Knolle gründlich unter fließendem Wasser reinigen. Anschließend die Ringelbete mit einem scharfen Messer oder einem Gemüsehobel in möglichst feine Scheiben schneiden.

  2. Die Ringelbete-Scheiben dekorativ auf einem Teller verteilen und leicht überlappend kreisförmig anrichten.

  3. Den Grillkäse nach Packungsanleitung grillen oder in einer Pfanne goldbraun anbraten. Anschließend mittig auf dem Ringelbeete-Carpaccio platzieren.

  4. Chiliöl, Trüffelöl und Ahornsirup miteinander vermischen und über die Ringelbeete geben. Mit Chiliflocken und Kräutern der Provence würzen und mit frischem Basilikum garnieren.

Ringel Bete Carpaccio mit Grillkäse, garniert mit Chili- und Trüffelöl, Ahornsirup, Chiliflocken, Kräutern und Basilikum

Ideen zum Verfeinern

Dieses Carpaccio lässt sich wunderbar abwandeln:

  • Knuspriger Crunch: Geröstete Walnüsse, Pinienkerne oder Haselnüsse sorgen für ein tolles Aroma und zusätzlichen Biss.

  • Fruchtige Note: Ein paar Orangenfilets, Granatapfelkerne oder dünne Apfelscheiben passen hervorragend zur milden Süße der Ringelbeete.

  • Andere Öle: Statt Trüffelöl kannst du auch Walnussöl, Kürbiskernöl oder ein hochwertiges Olivenöl verwenden.

  • Mehr Frische: Etwas Zitronensaft oder ein paar Tropfen Balsamico bringen eine angenehme Säure ins Gericht.

  • Kräuter-Upgrade: Frischer Thymian, Dill oder Rucola ergänzen das Aroma perfekt.


So wird aus einer unscheinbaren Knolle ein echtes Sommerhighlight – einfach, bunt und voller Geschmack.

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